Wanna Irrwitz?
here we are:
»An American thing to do”
Gleichzeitig aber bestehe noch immer das Selbstverständnis als Opfer, und ein Opfer könne kein Unrecht tun. (Es ist nicht zu erwarten, dass die Welt diese Erklärung, selbst wenn sie sie verstanden hat, akzeptieren wird.) Dass auch die Palästinenser die Position des unrechtfreien Opfers für sich beanspruchen, mache die Sache nicht leichter. Der Referent sprach mit der wenig fachspezifischen Stimme der Vernunft. Die Ruhe, mit der er auch das Recht des Anderen bedachte, blieb der anderen Seite verwehrt. Sein palästinensisches Gegenüber redete im nur mühsam gebändigten Affekt von den zerstörten Dörfern seiner Heimat und davon, wie vor kurzem erst, als seine Schwester gestorben war, die israelische Fluggesellschaft El-Al die Überführung des Leichnams verweigert hatte.
Als die Diskussionsleiterin, eine US-Bürgerin ägyptischer Herkunft, eine offenbar arabische Wortmeldung aus dem Publikum wegen Überschreitung der Redezeit unterbrach, schallte es mit unverkennbar deutschem Akzent durch den Raum: “This is an American thing to do! This is not good!” Die Durcharbeitung dieses Konflikts ist noch nicht abgeschlossen.«
Wer hier ne schlüssige Interpretation dieses Wahnsinns liefert, kriegt mal wieder die Mule-Anstecknadel, diesmal winkt silber.